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Eurohypo erwartet in Deutschland Privatisierung von jährlich 150.000 Wohnungen

10.05.2005

Die Privatisierung von Wohnungen in Deutschland wird nach Einschätzung der Eurohypo AG in den kommenden Jahren mit hohem Tempo weitergehen. „Wir gehen davon aus, dass über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich 150.000 Wohnungen privatisiert werden“, heißt es in einer heute veröffentlichten Studie der Eurohypo über den deutschen Wohnungsmarkt. Die Entwicklung, die sich in der jüngsten Vergangenheit bereits in großen Transaktionen wie dem Verkauf der E.on-Wohnungsgesellschaft Viterra an die britische Terra Firma zeigte, führt Eurohypo-Analyst Philippe Tannenbaum vor allem auf die Erwartung steigender Preise zurück: „Ein wichtiger Grund, heute in den deutschen Wohnungsmarkt zu investieren, ist die Tatsache, dass die Preise nach einer Stagnationsphase von zwölf Jahren generell als niedrig wahrgenommen werden.“ Investoren gingen zudem davon aus, dass die Preise von einer langsamen Erholung der Konjunktur in Deutschland profitieren werden. Auch die Nachfrage nach Wohnraum werde in den kommenden Jahren ansteigen.

Der deutsche Wohnungsmarkt sei vor allem im Hinblick auf einen Investment-Zeitraum von 10 bis 15 Jahren interessant, heißt es in der Studie weiter.

Einem mittelfristigen Szenario der Eurohypo-Analyse zufolge wird die Nachfrage vor allem der jüngeren Bevölkerung nach Wohnraum in den kommenden Jahren steigen. Damit einhergehen wird ein Anstieg von Mieten und damit auch von Renditen. In einem ersten Schritt gehen Analyst Tannenbaum von einem Ansteigen der Renditen auf 5 bis 6 Prozent von bislang etwa 4 bis 5 Prozent aus. „Dies wird die Profitabilität eines Investments in Wohngebäude sowohl für private als auch für institutionelle Investoren wiederherstellen.“

Unterschiede bei der Attraktivität von Investments gibt es laut Eurohypo-Studie allerdings weiterhin bei den Standorten. Neben attraktiven Regionen wie München, Köln, Frankfurt oder Hamburg, die aufgrund des hohen Stellenangebotes auf dem Arbeitsmarkt mit einem verstärkten Bevölkerungs-Zuzugs rechnen können, stehen Gebiete oder Regionen wie die alten Industriestandorte Essen, Bochum oder Gelsenkirchen, die zu den Verlierern am Wohnimmobilien-Markt gehören.

Die großen Fonds, die derzeit am deutschen Markt verstärkt als Bieter und Käufer von Immobilienportfolios auftreten, werden nach Einschätzung der Eurohypo-Analysten in den kommenden Jahren nicht zwingend die treibenden Kräfte des Wohnimmobilienmarktes bleiben. Generell werde der Markt künftig mehr von einer neuen Generation von Investoren in Anspruch genommen: Diese setzten eher kleinere Summen ein und arbeiteten vorzugsweise mit einer Langfriststrategie von 10 bis 15 Jahren.

Zur Webseite von Eurohypo...


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