| | | | | +++ netbank AG +++ Europas erste reine Internetbank mit Vollbanklizenz +++ Girokonto, Anlagekonto, Ratenkredit, Aktien- und Fondshandel +++ |  |  |  Neues Jahr – neue Tarifrunde fürs Taschengeld
 07.01.2009
Die netbank gibt Eltern Tipps für die Taschengeldverhandlungen
Zu Beginn des Jahres treffen Eltern häufig auf große, fordernd schauende Kinderaugen: Es ist Zeit für neue „Gehaltsverhandlungen“ um die Höhe des Taschengeldes. Sie sind jedem Erwachsenen bekannt, denn schließlich war jeder selbst einmal Kind und hat um ein höheres Taschengeld gebuhlt. Doch nun in der Elternrolle ist es oft schwierig, sich pädagogisch korrekt zu verhalten: Warum sollten Kinder Taschengeld bekommen? Wie viel ist angemessen und wofür darf es genutzt werden? Die netbank AG gibt Eltern wichtige Hinweise zum richtigen Umgang mit Taschengeld.
Gründe für das Taschengeld
Kinder können durch Taschengeld den Wert des Geldes schätzen lernen. Sie realisieren, was ihre materiellen Interessen wie Süßigkeiten, Zeitschriften und Kinobesuche kosten. Damit verbunden ist für Kinder die Chance, Prioritäten zu setzen und ihr Geld so einzuteilen, dass es bis zum nächsten Auszahlungstermin genügt. Außerdem erhalten sie eine gewisse Unabhängigkeit und dürfen eigene Entscheidungen treffen. So können sie sich beispielsweise eigene Wünsche erfüllen, ohne zu Bittstellern werden zu müssen. „Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Taschengeld keine Pflichtzahlung an unsere Kinder ist, sondern die Möglichkeit bietet, ihnen bereits im Kindesalter ein Stück Verantwortung und Selbständigkeit zu vermitteln“, so Dr. Marcus Stück, Privatdozent am Psychologischen Institut der Universität Leipzig.
Das richtige Alter
Kinder können ab dem fünften Lebensjahr einen kleinen Obolus zur freien Verfügung bekommen. Bis zum Alter von zehn Jahren ist die wöchentliche Auszahlung, danach ein Mal im Monat angemessen. Wichtig: Das Taschengeld stets pünktlich in gleich bleibender Höhe zahlen, damit sich das Kind daran gewöhnt und nicht darum bitten muss. Gibt es finanzielle Engpässe in der Haushaltskasse, wegen denen das Taschengeld ausfallen muss, sollten dem Kind die Umstände erklärt werden. Offenheit und die Vorbildfunktion der Eltern im Umgang mit Geld stellen für Kinder maßgebliche Einflussfaktoren für das Übernehmen von Verantwortung dar.
Wie viel Geld ist genug?
Wenn Kinder behaupten, weniger Taschengeld als ihre Freunde und Schulkameraden zu bekommen, ist der Austausch mit anderen Eltern ratsam. Denn sowohl zu viel als auch zu wenig Taschengeld kann das Kind zum Außenseiter machen. Dr. Marcus Stück rät: „Taschengeld sollte nicht nur an das Alter des Kindes, sondern ebenfalls an die finanzielle Situation der Familie angepasst werden.“ Summen zwischen einem Euro für Kinder unter sechs Jahren und 70 Euro für junge Erwachsene ab 18 Jahren sind denkbar. „Letztlich geht es nicht um die Höhe des Betrags, sondern darum, etwas über wirtschaftliche Verhältnisse sowie über Kosten und Nutzen zu lernen“, so Dr. Marcus Stück weiter. Aufschluss für welches Alter welcher Betrag angemessen ist, gibt die Infografik der netbank. Der Betrag sollte nicht reduziert werden, wenn das Kind kleinere Jobs annimmt (wie zum Beispiel Zeitungen austragen oder Regale einräumen) oder wenn es Geldgeschenke von Verwandten bekommt. Es ist sogar sinnvoll, Kinder zum Übernehmen von Jobs zu ermutigen, die es weder zeitlich noch körperlich überfordern. Durch diese kann es die Dimensionen des Wertes von Geld differenzierter wahrnehmen. Taschengeld dient nicht als klassisches Erziehungsmittel: Aus pädagogischer Sicht eignet es sich nicht zur Regelung von Bestrafungen oder Belohnungen.
Verwendungszwecke für Taschengeld
Das Geld sollte an keine Auflagen gebunden sein und zur freien Verfügung stehen. Es ist aber durchaus sinnvoll, die Kinder darauf hinzuweisen, dass ungesunde oder altersgemäß verbotene Dinge wie Zigaretten und Alkohol davon nicht zu kaufen sind. Am liebsten geben Kinder Geld für Süßigkeiten und Kekse sowie für Zeitschriften aus. Eine wichtige Kompetenz, die Kinder durch Taschengeld ausbilden sollen, ist die Unterscheidung in Bedürfnisse und Wünsche. Eltern kommen im Regelfall für Bedürfnisse, wie beispielsweise Nahrung, Schulsachen und Kleidung, auf. Wünsche wie ein MP3-Player muss das Kind vom Taschengeld zahlen oder dafür sparen. Für Zwecke, die schwer in diese Kategorien einzuordnen sind, können bestimmte Regelungen aufgestellt werden: Benötigt das Kind ein Kleidungsstück, so bezahlen dies die Eltern. Muss es nach Ansicht des Kindes jedoch teure Markenkleidung sein, dann steuert das Kind die Differenz dazu bei. Dr. Marcus Stück resümiert: „Ein frei einteilbarer Betrag zur Deckung der individuellen Wünsche des Kindes kann zur Entwicklung im sinnvollen Umgang mit Geld beitragen.“
Ein heikles Thema sind die Kommunikationskosten. 64 Prozent der Jugendlichen zwischen zehn und 13 Jahren besitzen ein eigenes Mobiltelefon. Die Entscheidung, wer die Kosten trägt, liegt bei den Eltern. Sinnvoll ist eine Prepaid-Karte, die mit einem fixen Betrag aufgeladen wird. Damit kann das Kind beispielsweise den Eltern Bescheid geben, wenn es eher von der Schule abgeholt werden muss. Alles was über dieses Guthaben hinausgeht, sollte das Kind selbst tragen. So bleiben die Kosten überschaubar.
Interessant: Immerhin 22 Prozent der Kinder sparen ihr gesamtes Taschengeld. Nur 16 Prozent legen keinen Cent zur Seite. „Wunschlisten und ein eigenes Konto fördern die Motivation der Kinder, Geld zu sparen“, sagt Peer Teske, Vorstand Marketing und Vertrieb der netbank AG. Die beliebtesten Sparziele sind Mobiltelefone, Bekleidung und Schuhe sowie Spielwaren. Um diese Ziele zu erreichen ist ein Heft hilfreich, in dem das Kind seine Ausgaben vermerken kann, damit es stets weiß, wie viel Geld ihm noch zur Verfügung steht und für was es besonders viel ausgibt.
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