Sehr hohe Zinsen, sehr hohes Risiko
 02.06.2009
Nach dem drastischen Rückgang der Marktzinsen in den vergangenen Monaten sind viele Anleger empfänglicher für hohe Renditeversprechungen geworden. In der Folge haben in jüngster Vergangenheit hochverzinste Wertpapiere wie Aktienanleihen Marktanteile gewonnen. Weit über dem Marktdurchschnitt liegende Zinsen wie etwa 15 Prozent für eine Aktienanleihe der Privatbank Oppenheim auf Commerzbank-Aktien locken so manchen Investor in solche Anlageprodukte.
Doch trotz hoher Zinsen droht unter Umständen ein dickes Ende: Bei der Fälligkeit darf die herausgebende Bank wählen, ob sie den Nennwert oder eine bestimmte Anzahl Aktien zurückzahlt. Im Fall der Commerzbank-Aktienanleihe mit Laufzeit bis Ende Juni 2010 kann die Herausgeberin zwischen 1.000 Euro Nennwert oder 200 Commerzbank-Aktien wählen. Sollte bis dahin der Aktienkurs der Commerzbank beispielsweise auf 2,50 Euro gefallen sein, bliebe dem Anleger zwar der hohe Zins, doch bekäme er von seinem ursprünglichen Kapitaleinsatz nur noch die Hälfte zurück. Unter dem Strich für den Anleger ein sattes Minusgeschäft.
Fazit: Wer in Aktienanleihen investieren will, muss sich klar machen, dass er schnell vom Anleihegläubiger zum Aktionär werden kann. Und das vor allem dann, wenn die Aktienkurse in den Keller gehen.
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