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Bedeutende Risikoreduktion und Kostensenkung

04.12.2008
Credit Suisse
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Brady W. Dougan, CEO der Credit Suisse Group, sagte: «Wir führen unsere klare Geschäftsstrategie weiter: Wir investieren weiterhin angemessen ins weltweite Wachstum des Private Banking und des Schweizer Geschäfts. Im Investment Banking reduzieren wir Risiken und Volatilität, auch durch die verstärkte Ausrichtung auf das Kundengeschäft. Mit diesen Massnahmen schafft die Credit Suisse eine gute Ausgangslage für 2009 bezüglich Risikoprofil, Kostenstruktur, Ertragsaussichten und Kapitalausstattung. Wir sind nun besser positioniert, um das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld zu meistern, Chancen zu nutzen und überdurchschnittlich von der Erholung der Märkte zu profitieren. Wir stützen uns dabei auf unser integriertes Geschäftsmodell, mit dem wir für unsere Kunden den grössten Mehrwert schaffen und gleichzeitig die Effizienz weiter verbessern.»

Beschleunigte Umsetzung wichtiger Massnahmen

Die Credit Suisse wird weiterhin angemessen in den Ausbau des Private Banking und des Schweizer Geschäfts investieren. Die weltweite Wachstumsstrategie im Private Banking wurde im Jahr 2008 erfolgreich weitergeführt mit der Anstellung von 370 zusätzlichen Kundenberatern im Wealth Management per Ende November, womit das Ziel für 2008 von 330 neuen Beratern bereits übertroffen ist. Mit den heute angekündigten Massnahmen wird auch im Private Banking die Effizienz verbessert und die Voraussetzung für weiteres Wachstum in 2009 geschaffen.

Im Investment Banking beschleunigt die Credit Suisse ihre strategische Neuausrichtung vor dem Hintergrund des fundamental veränderten Wettbewerbs- und Marktumfelds. Die Massnahmen widerspiegeln unter anderem die Auswirkung der abgeschwächten Weltwirtschaft, die anhaltende Marktvolatilität, und die veränderten Kundenbedürfnisse weg von komplexen Produkten und hin zu börsengehandelten und liquiden Produkten. Angesichts dieser veränderten Nachfrage nutzt die
Credit Suisse das Momentum in Geschäftsbereichen wie algorithmischer Handel, Cash Equities, Prime Services, Zinsprodukte, Fremdwährungen, Kreditprodukte mit hochwertigen Schuldnern, sowie das Beratungsgeschäft. Damit einher geht ein Kapazitätsabbau im Bereich komplexer Kredite und strukturierter Produkte - mit entsprechendem Rückgang des dafür eingesetzten Risikokapitals.

Auch ist der Rückzug aus Teilen der Eigenhandelsaktivitäten geplant. Mit dem Massnahmenpaket wird die Ertragsvolatilität reduziert, die Kapitaleffizienz verbessert und das Investment Banking besser auf die Bedürfnisse des integrierten Geschäftsmodells ausgerichtet. Die risikogewichteten Aktiven wurden auf vergleichbarer Basis von USD 236 Mia. per Ende 2007 auf USD 193 Mia. per Ende des dritten Quartals 2008 reduziert. Es ist ein weiterer Abbau der risikogewichteten Aktiven im Investment Banking auf USD 170 Mia. per Ende 2008 und auf USD 135 Mia. per Ende 2009 geplant, was einer Reduktion um 43% seit Ende 2007 gleichkommt.

Wie im Oktober angekündigt, hat die Credit Suisse auch ihre Handelsrisiken deutlich reduziert, und der entsprechende Value-at-Risk (1-day VaR) liegt per Ende November gegenüber dem Ende des dritten Quartals um 34% und gegenüber Ende 2007 um 60% tiefer.

Die Massnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz werden bankweit über alle Divisionen hinweg implementiert und führen zu einem Abbau von weltweit 5'300 Stellen. Dies entspricht 11% des gruppenweiten Personalbestands. Der Abbau dürfte bis Mitte 2009 weitgehend abgeschlossen sein und betrifft vor allem das Investment Banking und die entsprechenden Supportfunktionen. Zusammen mit weiteren Massnahmen zur Senkung des Personal- und des Sachaufwands, dürfte eine Kostenentlastung von rund CHF 2 Mia. resultieren, was rund 9% des Geschäftsaufwands 2008 (Basis sind die annualisierten ersten neun Monate) entspricht.
Die im Zusammenhang mit diesen Massnahmen anfallenden einmalige Kosten von rund CHF 900 Mio., werden mehrheitlich dem vierten Quartal 2008 belastet und sind im geschätzten Ergebnis per Ende November noch nicht enthalten.

Zum Ergebnis im vierten Quartal 2008

Aufgrund vorläufiger Informationen beträgt der Reinverlust der Credit Suisse im vierten Quartal per Ende November rund CHF 3 Mia. Das Investment Banking verbuchte einen bedeutenden Vorsteuerverlust, der die schwierigen Bedingungen an den Finanzmärkten sowie Kosten des Risikoabbaus widerspiegelt. Im November verbuchte die Credit Suisse einen kleinen Nettogewinn. Das Private Banking arbeitet weiterhin erfolgreich und verzeichnete im vierten Quartal per Ende November ansprechende Neugeldzuflüsse. Bei anhaltend stabilen Kundendepots und einer sehr soliden Finanzierung verfügt die Credit Suisse weiterhin über eine sehr gute Kapitalausstattung und erwartet für Ende 2008 eine Kernkapitalquote von rund 13%.
Die heute vorab veröffentlichten Ergebnisse haben vorläufigen Charakter und sind Gegenstand allfälliger Anpassungen im Verlauf des ordentlichen Geschäftsabschlusses für das vierte Quartal.

Vergütung 2008

Auf Grund des zu erwartenden Jahresergebnisses 2008 haben der Verwaltungsratspräsident, der CEO der Gruppe und der CEO der Investment Bank den Verwaltungsrat darüber informiert, dass sie es nicht für angebracht halten, für das Geschäftsjahr 2008 eine variable Vergütung zu beziehen.

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