Der seit über acht Jahren andauernde Rechtsstreit mit dem Netzbetreiber Vattenfall Europe AG (VEG) konnte im Dezember auf dem Vergleichsweg mit einer Zahlung an die Fondsgesellschaft in Höhe von netto 47 Millionen Euro und damit rund 80 Prozent der Gesamtforderungen erfolgreich beendet werden. Der Fonds konnte Anfang dieses Jahrzehnts aufgrund der unvorhersehbaren Auswirkungen der Liberalisierung des Strommarktes nur geringe Ausschüttungen leisten.
Mit diesem Vergleich wird die Voraussetzung geschaffen, bei einem weiter positiven Verlauf der Gesellschaft bis 2014 die Vorgaben des Prospektes mit einer prognostizierte IRR-Rendite von über zehn Prozent nach Steuern erreichen zu können. Mit einer ersten Barausschüttung in Höhe von rund fünf Prozent können Anleger bereits deutlich früher als zum prognostizierten Zeitpunkt Ende 2010 rechnen.
Bislang größter BVT Umweltfonds
An der in der zweiten Hälfte der 90er Jahre emittierten Heizkraftwerke-Pool GmbH & Co. Beteiligungs-KG mit fünf umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung-Kraftwerken in Stendal, Schwerin, Neubrandenburg, Dessau und Staßfurt, deren Finanzierung in einem Fondsmodell zusammengefasst wurde, hatten sich 3.389 Anleger beteiligt. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von nahezu 530 Millionen Euro und einem Eigenkapitalvolumen von rund 245 Millionen Euro ist die Beteiligung der bislang größte BVT Umweltfonds.
Dank für den Erfolg gebührt allen Beteiligten
"Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Investoren, für das entgegengebrachte Vertrauen und die kooperative Zusammenarbeit. Dadurch konnte der langwierige Rechtstreit, der zweimal bis zum Bundesgerichtshof ging, mit rund 80 Prozent der Gesamtforderung erfolgreich abgeschlossen werden. Gerade in der heutigen Zeit freut uns sehr, dass der durch eine nicht beeinflussbare gesetzliche Änderungen und Verweigerungen vertraglich vereinbarter Zahlungen seitens verschiedener Vertragspartner in Schieflage geratene Fonds jetzt wieder liquide Kapitalrückflüsse leisten kann, die sogar höher sind als in der Prospektplanung", sagt Dr. Claus-Eric Gärtner, Geschäftsführer des Bereichs Energie und Umwelt bei BVT.
"Einen großen Anteil daran, dass diese unternehmerische Beteiligung wieder zum Positiven gewendet werden konnte, hat der industrie- und praxiserfahrene Beirat, der konstruktiv mit der Geschäftsführung zusammen gearbeitet und diese mit Weitblick und tatkräftiger Unterstützung im Sinne der Investoren begleitet hat.
Dies ist gerade in Zeiten, in denen Aufsichtsräte und Beiräte häufiger in der Kritik stehen, besonders zu betonen", erklärt Harald von Scharfenberg, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der BVT Unternehmensgruppe.
Zudem habe der Fonds mit der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank einen Finanzierungspartner, der gerade in der wirtschaftlich kritischen Situation der Jahre 2000 und 2003 mit teilweise ungesicherten Überbrückungskrediten von bis zu 130 Millionen Euro großes Vertrauen in die Konzeption des Fonds und die Geschäftsführung gesetzt hatte.
Zum Unternehmen
Die BVT Unternehmensgruppe mit Sitz in München und Atlanta wurde 1976 gegründet und hat seither 178 geschlossene Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,3 Mrd. Euro initiiert. Die Schwerpunkte der Emissionstätigkeit liegen in den Bereichen US-Immobilien, deutsche Immobilien, Alternative Investments (wie Private Equity-, Lebensversicherungszweitmarkt- und Games-Fonds) sowie Energie und Umwelt als Kapitalanlage. Wiederholt ist BVT in seiner über dreißig jährigen Firmengeschichte als Pionier für neue Produktlinien hervorgegangen. Im Jahr 2005 wurde das Unternehmen mit dem "Scope Special Award für Innovation" ausgezeichnet, in 2006 erhielt BVT die "Scope Investment Awards" in den Kategorien "Geschlossene Immobilienfonds Global" und "Geschlossene Private Equity-Fonds". |