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Mehrheit der Deutschen schränkt Konsum aktuell nicht ein

12.03.2009
Deutsche Bank
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Über die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) lassen sich aktuell in ihrem täglichen Konsumverhalten von der Rezession nicht beeinflussen und geben genauso viel (54 Prozent) aus wie vor der Krise. 2 Prozent geben sogar mehr aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der Deutschen Bank im Vorfeld des Weltverbrauchertages am 15. März 2009.

Knapp 80 Prozent der Befragten finanzieren ihren Konsum über das laufende Einkommen. Insbesondere jüngere Menschen neigen eher dazu, an ihr Erspartes zu gehen (29 Prozent der 16 bis 29-Jährigen, 23 Prozent aller Befragten) als ihr Konto zu überziehen oder einen Kredit aufzunehmen (17 Prozent der 16 bis 29-Jährigen, 22 Prozent aller Befragten). Natürlich ist auch die Höhe des Haushaltsnettoeinkommens entscheidend beim Konsumverhalten. So geben 64 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 2.500 Euro genau soviel aus wie in guten Zeiten, aber nur 53 Prozent der Befragten mit 1.500 Euro als Haushaltsnettoeinkommen.

Unter älteren Befragten ist die Kaufzurückhaltung deutlich ausgeprägter als unter jüngeren: Während nur 29 Prozent der 16 bis 29-Jährigen ihre Ausgaben im Zuge der Krise gesenkt haben, geben immerhin 57 Prozent der 50 bis 69-Jährigen weniger aus als zuvor.

"Die Umfrage bestätigt, dass die Verbraucher in Deutschland umsichtig mit der aktuellen Marktsituation umgehen", sagt Frank Strauß, verantwortlich für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank in Deutschland. "Vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein finanzielles Polster wichtig. Dies unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden Beratung, die auf die persönliche Lebenssituation und individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. So bleiben auch in Krisenzeiten finanzielle Freiräume und Anschaffungen finanzierbar."

Verbraucher wünschen sich Sonderangebote

Was den Konsum jetzt am besten weiter ankurbeln kann, darüber streiten sich die Experten. Die Konsumenten sind sich hier allerdings einig: Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) hält Sonderangebote und Schnäppchen beim Hersteller oder Handel für das beste Instrument, sie in Konsumlaune zu halten. Erst auf Platz zwei (19 Prozent) folgen mit großem Abstand Konjunkturprogramme des Staates. Interessant:
Besonders Frauen halten vom Einsatz des Staates nicht viel. So sehen nur 15 Prozent der Frauen aber 22 Prozent der Männer in Konjunkturprogrammen einen geeigneten Konsummotor. Weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen liegen in dieser Frage günstige Konsumentenkredite (7 Prozent) oder Finanzierungsmöglichkeiten über den Handel (4 Prozent).

An der Umfrage der Deutschen Bank anlässlich des Weltverbrauchertags nahmen 1.014 zufällig ausgewählte Bundesbürger im Alter von 16 bis 69 Jahren teil.

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