Sicherheit ist für die Deutschen das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Investmentfonds – mit steigender Tendenz. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie von AXA Investment Managers. Auf die Frage, worauf sie bei der Fondsauswahl besonders achten, nannten 33 Prozent der Befragten das Kriterium Sicherheit. Im Vorjahr waren es noch 31 Prozent. 2008 sahen 20 Prozent Sicherheit als wichtig an, 2007 sogar nur vier Prozent. Einen besonders hohen Stellenwert hat Sicherheit für die Fondsbesitzer, die diesem Kriterium mit 40 Prozent zustimmten, und für die Besserverdiener (47 %).
An zweiter Stelle steht die Wertentwicklung eines Produkts. 23 Prozent der Befragten (2009: 28 %) beziehen die Vergangenheitsbetrachtung in ihre Entscheidung ein. Für diejenigen unter den Befragten, die gute Wirtschaftskenntnisse haben, ist die Wertentwicklung von besonders hoher Bedeutung: Sie wählten mit 45 Prozent (2009: 43 %) die Kurshistorie eines Fonds zum wichtigsten Kriterium bei der Anlageentscheidung. Doch nicht nur die Kursentwicklung spielt eine große Rolle, auch gute Beratung nehmen die Deutschen gerne an: 19 Prozent folgen der Empfehlung ihres Beraters.
Unabhängig von diesen Kriterien hat für die Anleger auch der gute Name einer Gesellschaft einen hohen Stellenwert: 71 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass ein namhafter Anbieter bei der Produktwahl wichtig ist. "Gerade in unruhigen Zeiten setzen die Anleger verstärkt auf bewährte Marken", so Karin Kleinemas, die für Nordeuropa zuständige Marketing-Chefin von AXA Investment Managers. "Man kauft, was man kennt."
Im Ländervergleich zeigt sich, dass die Deutschen mit ihrem Wunsch nach Sicherheit nicht alleine sind. Auch in Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden hat die Sicherheit der Anlage bei der Fondsauswahl den höchsten Stellenwert. "Wir erkennen länderübergreifend eine Verunsicherung der Bevölkerung durch die Finanzkrise", so Kleinemas. "Das Bedürfnis nach Sicherheit hat zugenommen. Als Fondsgesellschaft reagieren wir darauf, indem wir unsere Produktpalette diesem Bedürfnis anpassen." |