Vertreter von Siemens, des Konzernbetriebsrats von Siemens und des Gesamtbetriebsrats der Siemens Enterprise Communications (SEN) haben sich auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die von der Neuausrichtung von SEN betroffenen Mitarbeiter verständigt. Betroffen sind kurzfristig rund 1.200 Mitarbeiter in Deutschland. Fast 300 davon sollen Altersteilzeitvereinbarungen offerieren werden. Den übrigen Mitarbeitern wird der Übertritt in eine von Siemens finanzierte Transfergesellschaft ermöglicht, die zum 1. Juli 2008 startet und für bis zu zwei Jahre aufgesetzt ist. In ihr werden umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Mit einem Härtefallfonds sollen besondere soziale Härten gemildert werden. „Wir haben die notwendigen Personalanpassungen wie versprochen so sozialverträglich wie möglich gestaltet. Die Verhandlungen über das Maßnahmenpaket haben wir zügig abgeschlossen, um den SEN-Mitarbeitern die Unsicherheit über ihre Zukunft zu nehmen. Die Maßnahmen werden unter Federführung von Siemens umgesetzt“, betonte Siegfried Russwurm, Arbeitsdirektor von Siemens.
Wer in die Transfergesellschaft wechselt, kann dort in den Ausbildungseinrichtungen von Siemens beispielsweise einen durch die IHK anerkannten Abschluss, wie etwa den Facharbeiterbrief erwerben. In der Transfergesellschaft erhalten die SEN-Mitarbeiter 85 Prozent ihres letzten Bruttoentgelts. Ziel der Transfergesellschaft ist die Vermittlung der SEN-Mitarbeiter auf freie Stellen innerhalb und außerhalb des Siemens-Konzerns. Die Vermittlung soll im Rahmen einer von Siemens eingerichteten Jobbörse sofort starten. Zwischen Arbeitnehmervertretern und Siemens wurde vereinbart, dass für schwerbehinderte Mitarbeiter der Erhalt des Arbeitsplatzes im Vordergrund steht. |