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US-Staatshilfe ist noch lange nicht ausgeschöpft

18.08.2010
Pioneer Investments
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Zeit der wirtschaftlichen Erholung ohne neue Jobs ist vorbei

Die US-Wirtschaft profitiert weiterhin von den massiven Staatshilfen, die noch lange nicht ausgeschöpft sind. Diese Meinung vertritt die Investmentgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. "Erst vor kurzem haben wir die 50-Prozent-Marke der abgerufenen Fördermittel erreicht – bis Ende Juni 2010 wurden erst 417 Milliarden US-Dollar der zur Verfügung gestellten 787 Milliarden US-Dollar in Anspruch genommen", sagt Ken Taubes, Portfolio Manager bei Pioneer Investments. Die Furcht vor einer ausbleibenden Unterstützung von dieser Seite sei unbegründet.

Auch wenn die jüngst veröffentlichten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt an der Börse eher enttäuscht aufgenommen wurden, zeigt sich Taubes optimistisch. "Die Zeit einer wirtschaftlichen Erholung ohne Jobs ist vorbei. Wichtige Indikatoren zeigen nach oben." Dazu zählen nach seiner Meinung die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen sowie die Zahl der offenen Stellen. Eine Umfrage unter US-Führungskräfte deute darauf hin, dass diese die Ausgaben für Gehälter massiv ausweiten werden.

Von der Inflationsseite zeichnen sich nach Taubes Meinung derzeit keine akuten Gefahren ab. "Wenn die Energiepreise auf ihrem jetzigen Niveau bleiben, erwarten wir eine Inflation von voraussichtlich zwei Prozent oder niedriger", prognostiziert Taubes weiter. Zwar bestünde die Möglichkeit, dass eine sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Kapazitätsauslastungen zu höheren Gehältern und verstärkter Preissetzungsmacht führten. Für 2010 sieht Taubes diese Gefahr jedoch noch nicht. Langfristig gesehen sei die Inflationsgefahr hingegen deutlich ernster zu nehmen. "Die momentane Unfähigkeit Washingtons, das Haushaltsdefizit auf ein tragbares Niveau zu reduzieren, könnte die Fed in ernsthaftes Bedrängnis bringen, sich mittel- bis langfristig zwischen geringerem Wachstum und höherer Inflation entscheiden zu müssen", warnt Taubes, der über mehr als 25 Jahre Investmenterfahrung verfügt. Vor dem Hintergrund eines derzeit recht gesunden Unternehmenssektors favorisiert Pioneer derzeit US-Firmenanleihen im Bond-Segment. Diese bieten nach Meinung von Taubes die Aussicht auf eine bessere Entwicklung als Staatstitel.

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