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Bestes Halbjahr seit Übernahme durch die Allianz

15.08.2005

Dresdner Bank steigert Ergebnis deutlich

Die Dresdner Bank hat ihr operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 477 Mio. Euro weiter verbessert. "Wir legen damit das beste Halbjahr seit der Übernahme durch die Allianz vor", zeigt sich Herbert Walter, Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank, mit dem Ergebnis zufrieden.

Große Fortschritte hat die Dresdner Bank im ersten Halbjahr bei der Bereinigung des nicht-strategischen Geschäfts gemacht. Allein in diesem Zeitraum wurden Risikoaktiva in Höhe von vier Mrd. Euro verkauft oder abgebaut. Die Institutional Restructuring Unit (IRU) ist weit schneller und besser vorangekommen als ursprünglich geplant. Sie wird im Laufe des dritten Quartals das ihr übertragene Portfolio abgewickelt haben.

"Dank der professionellen Arbeit der IRU haben wir jetzt den Rücken frei, um uns voll und ganz auf das Kundengeschäft zu konzentrieren", so Walter. Schon jetzt seien dort deutliche Erfolge sichtbar. Im strategischen Geschäft ist der Zins- und Provisionsüberschuss im ersten Halbjahr kräftig gewachsen. Zusammen mit einer weiter gesunkenen Kostenbasis und einer niedrigeren Risikovorsorge wurde der Rückgang des Handelsergebnisses mehr als ausgeglichen.

Ergebnis verdoppelt

Das Ergebnis vor Steuern - ohne Sondereffekte - hat sich im ersten Halbjahr 2005 auf 556 Mio. Euro verdoppelt. Insgesamt weist die Dresdner Bank ein Vorsteuerergebnis von 1.809 Mio. Euro aus. Darin enthalten ist ein steuerfreier Gewinn in Höhe von 1.253 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligungen an der Allianz und der Münchener Rück resultiert. Dieser Gewinn ergab sich aus der Anwendung des seit Jahresanfang neu geregelten IAS 39. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 1.576 Mio. Euro.

Nachsteuer Rendite auf 12,2 Prozent verbessert

Die Dresdner Bank hat im ersten Halbjahr eine Eigenkapitalrendite von 12,2 Prozent nach Steuern beziehungsweise 19 Prozent vor Steuern erwirtschaftet - ausgehend von dem Beitrag der Dresdner Bank zum Gewinn der Allianz. Damit ist die Dresdner Bank auf gutem Weg, ihre Kapitalkosten in diesem Jahr zu verdienen. Das entspricht einer Nachsteuer Rendite von 8,85 Prozent auf das ökonomische Kapital.

Bereinigter Zins- und Provisionsüberschuss steigt

Bereinigt um die IRU und das im vergangenen Jahr an die Allianz abgegebene restliche Asset Management stieg der Zinsüberschuss im ersten Halbjahr um knapp 16 Prozent auf 1.037 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss um 43 Mio. Euro auf 1.293 Mio. Euro. Das Handelsergebnis lag mit 559 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 350 Mio. Euro unter dem des Vorjahreswerts. Der marktbedingten Schwäche im April und Mai standen im Juni wieder deutlich gestiegene Handelsergebnisse gegenüber.

Kostenbasis weiter gesenkt

Der Verwaltungsaufwand ging im ersten Halbjahr 2005 weiter um 11,9 Prozent auf 2.417 Mio. Euro zurück. Der Sachaufwand sank im gleichen Zeitraum um 50 Mio. Euro auf 999 Mio. Euro. Die Cost-Income-Ratio lag bei 82 Prozent.

Bei der Risikovorsorge kam es aufgrund der besseren Verwertung einzelner Engagements in der IRU zu Nettoauflösungen in Höhe von 55 Mio. Euro. Im strategischen Geschäft stieg die Risikovorsorge im ersten Halbjahr um elf Mio. Euro auf 101 Mio. Euro. Die Risikovorsorge insgesamt beträgt 46 Mio. Euro.

Das Kreditvolumen erhöhte sich im ersten Halbjahr insgesamt um knapp fünf Prozent auf 102 Mrd. Euro. Im strategischen Geschäft war das Wachstum mit 14 Prozent auf 99 Mrd. Euro noch ausgeprägter.

Die Bilanzsumme des Dresdner-Bank-Konzerns sank gegenüber dem Jahresultimo 2004 um 5,1 Prozent auf 497,1 Mrd. Euro. Grund dafür waren insbesondere rückläufige Volumina der mit Wertpapieren unterlegten Geldmarktgeschäfte.

Nach der Umstellung der Kapitalberechnung zum 30. Juni 2005 auf den internationalen Standard BIZ / IFRS weist die Dresdner Bank eine Kernkapitalquote von 11,1 Prozent aus. Nach alter Berechnungsmethode (BIZ / HGB) liegt sie bei 6,4 Prozent.

Alle Unternehmensbereiche profitabel

Alle vier strategischen Unternehmensbereiche leisteten im ersten Halbjahr - wie auch im zweiten Quartal 2005 - einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis.

Personal Banking hat im ersten Halbjahr das operative Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 54 Prozent auf 134 Mio. Euro deutlich gesteigert. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich weiter von 82 Prozent im ersten Quartal auf 78 Prozent im zweiten Quartal.

Private & Business Banking erhöhte das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 247 Mio. Euro. Die Cost-Income-Ratio sank im Halbjahresvergleich auf gut 54 Prozent.

Corporate Banking hat im ersten Halbjahr 2005 das operative Ergebnis um 16 Prozent auf 232 Mio. Euro gesteigert. Die Cost-Income-Ratio sank im zweiten Quartal auf 41 Prozent.

Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) erzielte im ersten Halbjahr 2005 ein operatives Ergebnis von 74 Mio. Euro (Vorjahr: 147 Mio. Euro). Für den deutlichen Rückgang waren die Einbußen im Handelsgeschäft verantwortlich. Demgegenüber entwickelte sich das Kundengeschäft weiter positiv.

Die Institutional Restructuring Unit (IRU) weist für die ersten sechs Monate ein operatives Ergebnis von -10 Mio. Euro aus (Vorjahr:
- 46 Mio. Euro). Der Rückgang der operativen Erträge um 194 Mio. auf 55 Mio. Euro resultiert aus dem Verkauf von Kredit- und Private-Equity-Portfolios.

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