Condor: Zahl der Leiterunfälle steigt zur Apfelernte dramatisch an
 03.08.2005
Während der Apfelernte steigt die Zahl der Leiterunfälle - in Gärten und Obstplantagen - erneut stark an. Es drohen Verletzungen und in schlimmeren Fällen sogar die Berufsunfähigkeit, teilt die Condor Versicherungsgruppe, Hamburg, mit. Nach Schätzungen von Prognosfruit, dem Kongress der Europäischen Apfelwirtschaft, locken zur Apfelernte allein in Deutschland etwa vier Milliarden pflückreife Äpfel private und gewerbliche Pflücker auf die Bäume. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kommt es dabei jedes Jahr zu schweren Unfällen: Im Eifer werden die Risiken von Absturzunfällen unterschätzt. Nach Angaben des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin passieren in Deutschland jährlich etwa 180.000 Leiterunfälle. Rund 30 Prozent, also mehr als 50.000, geschehen in der Freizeit im Garten, der Großteil zur Obsternte.
Geschieht ein Leiterunfall in der Freizeit und sind die Folgen so schwer, dass zum Beispiel der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, können die finanziellen Konsequenzen dramatisch sein. Denn die gesetzliche Unfallversicherung springt bei Unfällen im privaten Bereich nicht ein. Die gesetzliche Rentenversicherung indes zahlt bei dauernder Erwerbsunfähigkeit im Mittel gerade einmal 800 Euro monatlich - viel zu wenig, um den bisherigen Lebensstandard halten zu können. „Leiterunfälle machen einen Teil der Gefahren des Alltags aus, die zu einer dauerhaften Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit führen können. Generell ist es daher wichtig, sich über den gesetzlichen Schutz hinaus abzusichern, zum Beispiel mit einer Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung“, so Peter Thomas, Vorstandsvorsitzender der Condor Versicherungsgruppe. Schon früh sollte die private Absicherung auch möglicher Unfälle der eigenen Kinder geprüft werden. Denn Kinder sind bekanntermaßen bei der Apfelernte und darüber hinaus beim Klettern noch ambitionierter als der erwachsene Obstpflücker.
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